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27.01.10

Neues Zentrum für die Deutsch-Chinesische Kooperation in den Meereswissenschaften

Die Zusammenarbeit von Meereswissenschaftlern aus Bremen, Kiel und Qingdao war in den vergangen Jahren so erfolgreich, dass über ein gemeinsames Forschungszentrum nachgedacht wurde. Jetzt ist aus den Überlegungen ein Beschluss geworden: Am 13. Januar 2010 wurden die Beziehungen zwischen Deutschland und China durch konkrete Absprachen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und bilateraler Forschungsprojekte in den Meereswissenschaften gefestigt. Für Mai 2010 ist die Eröffnung eines neuen Zentrums in der meereswissenschaftlichen Forschung an der Ocean University of China in Qingdao geplant. Beteiligt sind die Universitäten in Bremen, Kiel und Qingdao. Die bisherigen Aktivitäten, die auf deutscher Seite vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen und dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM - GEOMAR) in Kiel koordiniert werden, umfassen die Durchführung eines bilateralen Masterprogramms mit der Option eines Doppelabschlusses, jährlich organisierte Sommerschulen für graduierte Studierende beider Länder, die gemeinsame Doktorandenausbildung und den Austausch von Gastwissenschaftlern. Sie sollen künftig unter dem Dach des Zentrums gebündelt und durch eine Zusammenarbeit auf Forschungsebene ergänzt werden.

Die Bildungsministerien beider Länder, die seit 2004 die Deutsch-Chinesische Initiative zwischen den beteiligten Hochschulen und den beiden Leibniz-Einrichtungen fördern, bewerten die Entwicklung dieser Kooperation als beispielhaft. Zukünftig können die Projektpartner auch mit der Unterstützung seitens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, der Helmholtz-Gemeinschaft und des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung rechnen. Darüber hinaus können sie deren spezifische Förderprogramme nutzen, wie in dem gemeinsamen Gespräch mit Vertretern der in Beijing ansässigen Büros vereinbart wurde.

Außerdem verständigten sich die Projektpartner auf ein Abkommen, in dem Ziele, Strukturen und Finanzierungsangelegenheiten des „Zentrums für die Deutsch-Chinesische Kooperation in den Meereswissenschaften“ geregelt sind. Nach Mitteilung des BMBF kann die Unterzeichnung des Abkommens durch die Leiter der drei Universitäten sowie des ZMT und des IFM-GEOMAR anlässlich des nächsten Besuchs der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Annette Schavan, in China erfolgen.

Weitere Informationen:

Dr. Petra Westhaus-Ekau
Projektkoordinatorin Bremen
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie
Tel.: 0421-2380027
E-Mail pwesthausE-Mail-Adressezmt-bremen.de