
Für viele aquatische Arten liegt die obere Temperaturgrenze nur knapp über der aktuellen Umgebungstemperatur. Vor dem Hintergrund von steigenden Umwelttemperaturen im Rahmen des Klimawandels könnten wechselwarme Tiere wie Fische zukünftig als empfindliche ökologische Thermometer dienen. Eine Limitierung von Atmungs- und Sauerstofftransportkapazität ist wahrscheinlich und wird so die natürliche Verbreitung der Art begrenzen.
Hauptziel des Projektes ist die Temperatur-Limitierung von Zellen, Organen und ganzen Tieren zu dokumentieren, wobei der Funktion von Mitochondrien - als Kraftwerken der Zelle - eine Schlüsselrolle zukommt. Dafür werden Experimente an Fischen aus tropischen, gemäßigten und polaren Breitengraden mit steigenden, physiologisch relevanten Temperaturen durchgeführt, um Stoffwechselraten und Leistungsfähigkeit von Atmung und Herzmuskeln zu bestimmen.
Fischarten mit jeweils ähnlicher Lebensweise sollen von verschiedenen Partnerländern untersucht werden. Wir postulieren möglichen Herztod durch Versagen von Mitochondrien. Damit können Aussagen darüber getroffen werden, ob die Funktion der Herzmitochondrien letztendlich die geographische Verbreitung von Arten begrenzt und so als wichtiger Indikator für den Einfluss von Klimaveränderungen auf die Biodiversität funktioniert. Dies hätte eine mögliche breite Anwendung von Ergebnissen in der Aquakultur, Medizin und Wirtschaft zur Folge.
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