
Korallenriffe gehören zu den produktivsten Ökosystemen unserer Erde. Sie beherbergen einen enormen Artenreichtum und sind Nahrungs- und Einkommensquelle für Millionen von Menschen. Sie stellen die Hauptquelle für tierisches Eiweiß dar, liefern medizinische Wirkstoffe, sind Grundlage für eine wachsende Tourismusindustrie und schützen die Küste vor tropischen Stürmen und Tsunamis.
Trotz ihres großen Wertes, sind Korallenriffe überall auf der Welt stark bedroht. Überfischung, zerstörerische Fischereimethoden, Versanden aufgrund von Abholzung, Eutrophierung oder die Einführung von fremden Arten fordern ihren Tribut. Auch die globale Erwärmung und die steigenden CO2-Werte verursachen weitverbreitetes Bleichen und Absterben von Korallen. Schätzungsweise ein Drittel aller untersuchten Korallenriffe ist bereits irreversibel verloren gegangen; ein weiteres Drittel ist geschädigt und nur ein Drittel noch gesund.
Die Forschung am ZMT konzentriert sich darauf, die ökologischen Prozesse in den Riffsystemen und insbesondere die Reaktionen der Riffe auf verschiedene Störfaktoren zu verstehen. Ein weiteres Ziel ist es, Management-Strategien zum Schutz dieser sensiblen Ökosysteme zu entwickeln.

Forschungsschwerpunkte