
Schelf- und Küstenökosysteme sind wichtige Bindeglieder zwischen Land und Ozean. In diesen Bereichen werden ca. 90% der offiziell registrierten Fischfänge gewonnen. Die Erhebungen der Food and Agricultural Organisation (FAO) zeigen, dass etwa 60% der genutzten Fischarten bis an die Ertragsgrenze genutzt oder überfischt sind. Auch destruktive Fangmethoden sowie die Zerstörung der „Kinderstuben“ von Fischen, wie Mangroven und Seegraswiesen, tragen zu einem Rückgang der Bestände bei.
Insbesondere in den Tropen können auf der regionalen Ebene Überfischungen und natürliche Schwankungen in den Beständen existenzbedrohende Auswirkungen für die Küstenfischer haben. Es besteht Forschungsbedarf hinsichtlich der Biologie und Ökologie der Bestände mariner Organismen sowie des Einflusses von Umweltparametern, wie z.B. Klimaschwankungen, um nachhaltige Nutzungsstrategien erarbeiten zu können.
Die Kultivierung von marinen Arten kann eine Maßnahme sein, um den Rückgang an Fängen aus dem Meer zu kompensieren. Da jedoch auch die Aquakultur mit Umweltproblemen zu kämpfen hat, ist Forschung auf dem Gebiet der Entwicklung nachhaltiger Produktionsmethoden und der Auswahl von geeigneten Arten erforderlich.

Forschungsschwerpunkte