
In dem Projekt FORCE arbeitet ein interdisziplinäres Forscherteam aus europäischen und karibischen Ländern zusammen. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen weiterzuentwickeln, die den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Korallenriffen ermöglichen.
Klimawandel und menschliche Einflüsse üben einen immer größeren Druck auf die tropischen Küstenregionen mit ihren Ressourcen aus. Die Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung von Managementstrategien, die die Gesundheit der Riffökosysteme mit den Bedürfnissen der Küstenbewohner vereinen und somit eine Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der Region schaffen.
Folgende Schritte sollen unternommen werden:
- Ermittlung der Ursachen für die Umweltveränderungen in den karibischen Korallenriffen. Natur- und Sozialwissenschaftler arbeiten gemeinsam daran, physikalische, ökologische und ökonomische Prozesse zu verstehen, die die Gesundheit der Riffe und die in der Region lebenden Menschen beeinflussen.
- Entwicklung von regionenspezifischen Managementstrategien für die Riffgebiete. Dabei sollen schon bestehende Strukturen mit neuen Ansätzen verbunden werden, die im Rahmen des FORCE Projektes entwickelt werden.
- Die Durchsetzbarkeit der entwickelten Managementstrategien müssen in Bezug auf die unterschiedlichen Bedürfnisse (der Küstenbewohner und der Gesellschaft/Region) abgewogen werden, damit der Managementplan erfolgreich umgesetzt werden kann.
- Weitergabe der Empfehlungen und Maßnahmen an verschiedene Interessensgruppen, Fachleute und Politiker.
Im Rahmen des Projektes wird das ZMT Fragen aufgreifen, die die tropische Riffökologie betreffen. Im Vordergrund stehen Krustenalgen, die generell als „korallenfreundlich“ (Teilprojekt 1), sowie benthische Cyanobakterienmatten, die als „korallenfeindlich“ gelten (Teilprojekt 2). Die Ergebnisse sollen Wissenslücken im Verständnis ökologischer Prozesse füllen, so dass bestehende Modelle über die Riffökosysteme optimiert werden können.
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