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Teilprojekt 4 Bio

Die Auswirkungen von klimabedingten Umweltveränderungen auf die biologischen Prozesse...

...in den oberen trophischen Ebenen

Im nördlichen Benguela-Auftriebsgebiet (vor Namibia) hat ein Ökosystemwechsel stattgefunden, seit die ursprünglich dominierenden Sardinen durch andere Fischarten ersetzt wurden, aber auch andere Organismen wie das gelatinöse Plankton in höheren Abundanzen vorkommen. Ichthyoplanktonuntersuchungen ergaben extrem geringe Abundanzen für Sardine und Sardelle, dagegen hat der Stöcker deutlich zugenommen. Dies spiegelt sich auch in den kommerziellen Fängen wieder, die heute weitgehend auf Stöcker und Seehecht angewiesen sind.

Wichtige Voraussetzungen für eine erfolgreiche Entwicklung der kommerziellen Arten sind dabei sowohl abiotische Faktoren wie Temperatur- oder Sauerstoffverteilung als auch eine geeignete Zusammensetzung der Futterorganismen nach Art und Größe. Veränderungen in der Dominanz von Diatomeen und Dinoflagellaten bedingen eine veränderte Zusammensetzung des Zooplanktons, was wiederum Konkurrenzarten wie z.B. gelatinöses Plankton begünstigen und zu einem Wechsel in der Artenzusammensetzung führen kann.

Das Teilprojekt Biologie untersucht in diesem Zusammenhang die qualitative und quantitative Zusammensetzung der Ichthyoplankton- und Jungfischgemeinschaft und ihre Stellung und Bedeutung im Nahrungsnetz. Physiologische Untersuchungen sollen klären, inwieweit diese Arten durch Umweltparameter wie Temperatur und Sauerstoff in ihrer Verbreitung und ihrem Entwicklungspotential beeinflusst werden.

Ansprechpartner

Dr. Werner Ekau
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