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15.12.11

How do fishes react to hypoxia?

Only in German...

Die obere, noch erträgliche Temperaturgrenze liegt für viele Fischarten nur knapp über der Wassertemperatur ihres Lebensraumes. Vor dem Hintergrund des Klimawandels könnten sich die steigenden Temperaturen insbesondere in tropischen und subtropischen Meeresregionen negativ auf die natürliche Verbreitung von vielen Fischarten auswirken. Ein weiteres Problem ist die Tatsache, dass Hypoxie, also Sauerstoffmangel, immer häufiger insbesondere in Küstenregionen vorkommt.

In einer Kooperation mit dem Leigh Marine Laboratory an der neuseeländischen University of Auckland führt das ZMT ein Projekt zur Stresstoleranz von Fischen durch. Zurück von einem Forschungsaufenthalt am Partnerinstitut berichtet der Ökophysiologe Andreas Kunzmann: „Wir haben hier Versuche durchgeführt an ausgewählten Vertretern der einheimischen Familie der Triplefins, barschartige Fische, die den Schleimfischen nahe stehen. Besonders interessant sind diese Fische, da sie spezielle Anpassungen an unwirtliche Umweltbedingungen zeigen.“

Für Zukunftsprognosen ist es wichtig zu verstehen, wie sich bestimmte Fischarten aus unterschiedlichen marinen Habitaten z.B. an sauerstoffarme Bedingungen angepasst haben. Meist sind die phylogenetischen Unterschiede der Arten jedoch zu groß, um aussagekräftige Vergleiche zu ziehen. Die neuseeländischen Triplefins haben jedoch während ihrer stammesgeschichtlichen Entwicklung sehr verschiedene Nischen erobert und sich an die jeweiligen Bedingungen angepasst. So sind einige der Triplefin-Arten z.B. in sogenannten Rockpools zu finden, Gezeitentümpel im Felsenriff mit extremen Bedingungen wie hohen Wassertemperaturen und wechselndem Sauerstoff- und Salzgehalt.

„Dadurch sind sie hervorragende Modellorganismen, um die physiologische Anpassungsfähigkeit zu untersuchen“ meint Andreas Kunzmann. Mit seinem Projektpartner Neill Herbert vom Leigh Marine Laboratory untersuchte er im Labor die physiologischen und Verhaltensreaktionen von vier verschiedenen Triplefin-Arten unter sauerstoffarmen Bedingungen.

Weitere Informationen:

Dr. Andreas Kunzmann
Tel: 0421 / 23800-26
andreas.kunzmanne-mail addresszmt-bremen.de

Mit dem Respirometer läßt sich die physiologische Reaktion von Fischen z.B. auf sauerstoffarmes Wasser untersuchen.