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28.9.11

LANCET: Final workshop in Shanghai

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Vom 27. bis zum 29. September findet in Shanghai der Abschlussworkshop des deutsch-chinesischen LANCET-Projektes statt, das seit 2006 läuft und auf deutscher Seite vom ZMT koordiniert wird. Gastgeber des Workshops ist die East China Normal University, einer der Kooperationspartner des ZMT.

Das Verbundprojekt LANCET wurde im Rahmen eines deutsch-chinesischen Kooperationsabkommens entwickelt und wird vom BMBF sowie den Chinesischen Ministerien für Ausbildung und für Wissenschaft und Technologie sowie durch das Hainan Provincial Marine and Fishery Department gefördert. Es vereinigt Wissenschaftler aus sieben verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen in Deutschland und China. LANCET hat zum Ziel, die Wechselwirkungen zwischen Land und Meer am Beispiel der tropischen Insel Hainan im südchinesischen Meer zu verstehen.

Die tropischen und subtropischen Meeresgebiete der Asiatisch-Pazifischen Region sind durch Eingriffe des Menschen besonders von Veränderungen betroffen. Die Küstenzonen sind durch eine hohe Bevölkerungsdichte stark belastet und werden wirtschaftlich intensiv für Fischerei, Tourismus oder Aquakultur genutzt. Die massiven Umweltbelastungen einerseits, andererseits die grosse marine Artenvielfalt machen die Region für das Studium der Wechselwirkung zwischen Land und Meer besonders interessant. Chinas Küstenzonen nehmen einen großen Teil dieses ökologisch und ökonomisch wichtigen Gebietes ein. Die Küsten von Hainan weisen eine Vielfalt unterschiedlicher Habitate auf, darunter Felsküsten, Sandstrände, Mangroven, Seegraswiesen und Korallenriffe.

Während der Laufzeit des Projektes wurden im Gebiet der Ostküste Hainans umfangreiche ökologische, biogeochemische und ozeanographische Untersuchungen durchgeführt, die Aussagen über den Zustand der einzelnen Habitate und deren Wechselwirkungen untereinander erlauben. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sollen Impulse geben für die laufenden Bemühungen Chinas um eine nachhaltige Nutzung dieser einzigartigen Lebensräume.

Während des Workshops in Shanghai werden nun die Projektergebnisse der beteiligten chinesischen und deutschen Wissenschaftler präsentiert und abschließend diskutiert. Auf der Basis der erzielten Ergebnisse sollen am dritten Tag des Workshops Forschungslücken identifiziert und konkrete Ideen für die Weiterführung der Forschungskooperation entwickelt werden.

Kontakt:

Dr. Tim Jennerjahn
Tel: 0421 / 23800-44
Email: tim.jennerjahn zmt-bremen.de