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Eilat, Israel, 28.2.-28.3.11

Eilat 24.03.11, Lufttemperatur 19°C, Wassertemperatur 22° C

Heute haben wir das "National Center for Mariculture" (NCM / IOLR) in Eilat besucht . Vorbei an den Prunk-Hotels im Zentrum der beliebten Touristenstadt und über eine von Minenfeldern gesäumte Straße, erreichten wir das Institut, welches sich direkt an der Jordanischen Grenze befindet. Während einer interessanten Führung durch die beeindruckenden Anlangen haben wir erfahren, wie moderne Aquakultur aussehen kann, auch wenn nur geringe Mittel aus öffentlicher Hand bereit gestellt werden. Investitionen aus der Privatwirtschaft sind hier die Regel, was eine gewisse Effizienz und anwendungsnahes Arbeiten voraussetzt, den wissenschaftlichen Optimierungsprozess aber keineswegs ausschließt. Dank der ausführlichen Beschreibungen unseres Guides Tomer fuhren wir mit vielen Anregungen zum IUI zurück.

Dort setzten wir unsere Arbeit fort, die sich in den nächsten Tagen dem Ende zuneigt. Es sind jetzt fast alle Fische mehrmals bei niedrigen O2-Sättigungswerten durchgemessen worden; ein erstes Sichten lässt auf zufriedenstellende Ergebnisse schließen. Morgen werden die letzten Experimente gestartet und ab übermorgen heißt es dann: Packen! Zudem werden wir die Fische wieder in ihrem Habitat aussetzen, was für uns einen letzten Tauchgang mit einem persönlichen Abschied vom Roten Meer und seinen Unterwasserbewohnern ermöglicht.

Die Temperaturen sinken derweil wieder auf deutsches "Frühlingsniveau", was uns den Übergang deutlich erleichtern sollte. Trotzdem werden wir unsere Zeit hier in warmer Erinnerung behalten, nicht nur auf Grund entsprechender Außentemperaturen, sondern vor allem durch die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft unserer israelischen Kollegen. An dieser Stelle ein Dankeschön an das gesamte Institut!

So passt er leider nicht in unsere Messanlage (aufgeblasener Kugelfisch).

Halophyten für Wasseraufbereitung, NCM/IOLR.

17. März 2011

Eilat, 17.03.11 Lufttemperatur tags 29°C, nachts 15 °C, Wassertemperatur 22.5°C

Mit einem öffentlichen Vortrag von Andreas Kunzmann im Rahmen des wöchentlichen IUI Seminars haben wir sowohl das ZMT kurz vorgestellt, als auch den wissenschaftlichen Hintergrund unserer Arbeiten am IUI.

Die Messungen zu Metabolismus und Hypoxie von Fischarten des Benguela Auftriebssystems (GENUS Projekt) und des Roten Meeres (diese Expedition) laufen unter dem gemeinsamen Dach von vergleichenden Studien über alle Breitengrade.

In den letzten beiden Tagen haben wir bei einem Tauchgang zu viert weitere Scorpaeniden gefangen und die Anzahl der vorläufigen Experimente auf 12 erhöht. Nachdem nun praktisch jedes Individuum mindestens einmal für 24-36 h in der Respirationskammer war, beginnen jetzt die Stressexperimente mit vermindertem Sauerstoffangebot. Die Fische werden jetzt bei O2-Sättigungswerten von mehrmals 30% bzw. einmalig auch 20% gemessen. Hier schon mal ein herzliches Dankeschön an unsere Partner auf der Station, Dr. Moshe Kiflawi, Prof. Amatzia Genin und Asaph Rivlin sowie die gesamte technische Crew (Tauchlager, Werkstatt, IT).

Ab morgen übernehmen Christian Brandt und Moritz Lürig das Ruder und für uns beginnt die Heimreise über Tel Aviv, vermutlich wieder mit einer mehrstündigen Befragungs- und Durchsuchungsaktion durch die israelischen Sicherheitskräfte.

Woher kommt wohl der Name S. "barbata" ? (Nachtaufnahme im Riff).

Rotes Meer ? Wo ist das bitte ?

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